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Einiges persönliches zum Thema seinen Weg zu gehen

Vorhin habe ich ein Bild gesehen, von jemand der Geburtstag gefeiert hatte. Da fragte ich mich, welchen Jahrgang diese Person wohl haben mag?

In diesem Moment wird mir bewusst, dass ich einfach so 40 Jahre meines Lebens verloren oder verschlafen habe.

Du magst wohl sagen: selber schuld. So einfach ist die Antwort aber nicht. Denn weisst Du wie meine ersten Lebensjahre verlaufen sind?

Ich werde diese in einem späteren Text ansehen.

Mir wurde immer gesagt, dass ich andere Leute zu respektieren habe, auf sie hören muss. So wurde ich auch immer von einem Elternteil beeinflusst. Ich konnte nie wirklich meine Wünsche, meine Bedürfnisse umsetzen oder verfolgen. Ich war in der Schule nie bei den besten. Und dennoch hiess es immer wieder, Du musst dir halt einfach etwas mehr Mühe geben. So habe ich mich immer durch gekämpft und mich für jede mässige Note geschämt, weil ich die Reaktion schon kannte. Ich spürte immer wieder die Enttäuschung, nicht gut genug zu sein. Dieses Gefühl wird mich von da an nicht mehr loslassen.

Die Unsicherheit in mir wird dadurch und von da an immer grösser.

Hatte ich mal einen Wunsch, so hiess es nur: das sind Fantasien, das bringt nichts.

Ich machte mal einen Kurs für eine Programmiersprache, damals hiess die Basic.

Statt vom Vater unterstützt zu werden, motiviert zu werden um weiterzumachen, wurde ich gebremst.

Nach meiner Lehre hatte ich ein Bewerbungsgespräch bei einer grossen Schweizer Firma, die auch Niederlassungen im Ausland hat. Mein Wunsch war es, nach ein oder zwei Jahren in eine englisch sprachige Filiale versetzt zu werden. Als ich dies danach zu Hause besprach, wurde es wieder als zu unsicher abgetan.

So war es dann auch immer wieder im Geschäft. Nur mit Hilfe meiner Mutter konnten innovative Schritte unternommen werden. Das nagt schon am Selbstvertrauen und gibt ein Gefühl des Versagens.

Meine Mutter hat sich immer wieder geärgert über gewisse Freunde meines Vaters. Denn mit diesen verhielt er sich immer ganz anders. Fing an mehr zu trinken. Ich mochte diese auch immer weniger, versuchte aber dem Vater zu liebe neutraler zu sein. Denn ich wusste ja aus meiner Jugend, dass ich einfach nie genügte, nicht gut genug war.

Am Schluss wollte meine Mutter nichts mehr von diesen Freunden des Vater hören und wissen. Sie verachtete diesen Freund, weil er einfach sehr peinliche, verachtende und gar sexistische Sprüche rausgelassen hatte. Und was passierte, als sie dann verstorben war?

Mein Vater hielt das Essen nach der Beerdigung genau bei diesem Freund ab…..

Eine Ohrfeige an meine Mutter. Eigentlich sehr respektlos.

Weil ich die Person verlor, die mich unterstützte, getraute ich mich nicht, meine Meinung offen kundzutun. Aus dem Gefühl heraus dem Vater genügen zu wollen. Und auch um nicht negativ aufzufallen.


Warum fange ich jetzt an, dies zu Papier zu bringen? Weil ich in der jetzigen Situation nichts mehr zu verlieren habe. Zudem bin ich in einer Phase der Veränderung, mich neu auszurichten und endlich meinen eigenen Weg zu gehen. Da ist es auch Zeit den Mund auf zu machen. Und andererseits muss ich feststellen, dass ich seit langer Zeit überhaupt nichts von der Familie oder von Verwandten gehört habe…


 
 
 

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